Grunderwerbsteuer bei Erbauseinandersetzung
Die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 3 GrEStG greift nicht für eine Anteilsvereinigung nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG, wenn Gesellschaftsanteile innerhalb einer Erbengemeinschaft verteilt werden.
Wir fassen relevante Entscheidungen des Bundesfinanzhofs, der Finanzgerichte und Schreiben der Finanzverwaltung redaktionell zusammen - nach Themenkreisen sortiert für Unternehmer, Sportler, Creator und Vertriebler. Redaktionelle Zusammenfassung, keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 3 GrEStG greift nicht für eine Anteilsvereinigung nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG, wenn Gesellschaftsanteile innerhalb einer Erbengemeinschaft verteilt werden.
Der BFH hält die eigene Bewertungsmethode Baden-Württembergs zur Grundsteuer ab 1.1.2025 für nicht verfassungswidrig - Verfassungsbeschwerden dagegen sind beim Bundesverfassungsgericht anhängig.
Prämien aus einem Standard-Ausrüstervertrag, die allein an sportliche Ereignisse anknüpfen, sind sonstige statt gewerbliche Einkünfte - das bloße Tragen der Produkte begründet noch keine Gewerblichkeit. Gegen das Urteil läuft eine Nichtzulassungsbeschwerde (BFH X B 40/26).
Der BFH verneint die Steuerfreiheit sogenannter Konfusionsgewinne nach § 8b Abs. 3 Satz 8 KStG in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2008 - weder unmittelbar noch analog anwendbar.
Arbeitet ein in Deutschland ansässiger Arbeitnehmer an Bord eines Schiffes im nationalen Seeverkehr für einen ausländischen Arbeitgeber, steht Deutschland nach dem DBA Zypern das Besteuerungsrecht zu.
Ist ein Erbe ohne eigenes Verschulden am Ende tatsächlich nicht bereichert, obwohl er den Nachlasswert zum Todestag versteuern musste, kann die Erbschaftsteuer aus sachlichen Billigkeitsgründen niedriger festgesetzt werden.
Fahrtkosten mit dem Privatwagen sind in der Regel nicht als Werbungskosten abziehbar, wenn dem Steuerpflichtigen ein Firmenwagen zur Verfügung steht, bei dessen Nutzung keine eigenen Fahrtkosten entstanden wären.
Überträgt die Gesellschaft einem Alleingesellschafter unentgeltlich einen weiteren Geschäftsanteil, erhält dieser ein Wirtschaftsgut, über das er vorher nicht verfügen konnte - darin liegt ein Vermögensvorteil im Sinne einer vGA.
Umsatz- und gewinnabhängige Tantiemen an einen Vorstand, der zugleich Minderheitsaktionär ist, sind nicht automatisch vGA - die strengen GmbH-Grundsätze zum beherrschenden Gesellschafter gelten für die AG nicht unbesehen.
Eine vGA ist beim Gesellschafter zu erfassen, sobald ihm der Vermögensvorteil tatsächlich zufließt - unabhängig davon, ob der Vorgang bei der Gesellschaft überhaupt eine Vermögensminderung ausgelöst hat.
Wird ein pensionierter Gesellschafter-Geschäftsführer weiterbeschäftigt, liegt keine vGA vor, wenn Gehalt und Versorgungsbezug zusammen die früheren Aktivbezüge nicht übersteigen.
Influencer erzielen in der Regel gewerbliche Einkünfte aus Werbung und Produktplatzierung. Nur bei künstlerischer oder schriftstellerischer Eigenleistung kommt Freiberuflichkeit in Betracht - Sachzuwendungen zählen stets zu den Betriebseinnahmen.
Aufwendungen eines Mode-Influencers für bürgerliche Kleidung und Accessoires sind nicht als Betriebsausgaben abziehbar - unabhängig vom betrieblichen Nutzungsumfang. Das Urteil ist rechtskräftig geworden.
Greift das ertragsteuerliche Abzugsverbot für Kleidung, entfällt nach § 15 Abs. 1a UStG auch der Vorsteuerabzug. Ob dies europarechtskonform ist, hat der BFH mangels Entscheidungserheblichkeit bislang offengelassen.
Kleidung ist nur dann als Betriebsausgabe abziehbar, wenn es sich um typische Berufskleidung handelt, die nicht auch zu privaten Anlässen getragen werden kann - der Grundsatz gilt unverändert auch für Content Creator.
Stehen Sportausübung und gewerbliche Vermarktung durch Sponsorenverträge in einem untrennbaren Sachzusammenhang, bilden beide einen einheitlichen Gewerbebetrieb - auch Fördergelder der Stiftung Deutsche Sporthilfe zählen dann zu den Betriebseinnahmen.
Auch das FG Köln versagte einem Blogger den Betriebsausgabenabzug für privat nutzbare Kleidung - beide Entscheidungen bilden mittlerweile eine gefestigte Linie der Finanzgerichte.
Mit diesem FAQ äußerte sich die Finanzverwaltung erstmals bundeseinheitlich zur Besteuerung von Influencer-Einkünften - Ausgangspunkt aller seither ergangenen Länder-Erlasse.
Lässt sich eine betriebliche und private Veranlassung nicht eindeutig trennen, kommt ein anteiliger Betriebsausgabenabzug im Wege der Schätzung in Betracht.
Die ertragsteuerliche Behandlung eigener Namensrechte, die eine Person wirtschaftlich verwertet, wurde vom BFH grundlegend geklärt - Basis der späteren Verwaltungsauffassung zu Influencer-Einkünften.
Ein Provisionsanspruch des Handelsvertreters, der unter der aufschiebenden Bedingung der Geschäftsausführung steht, darf noch nicht aktiviert werden - ebenso wenig die damit zusammenhängenden Aufwendungen als „unfertige Leistung".
Lobt ein Handelsvertreter unter seinen Vermittlern eine Erlebnisreise als Wettbewerbspreis aus, ist deren Wert zusätzliches umsatzsteuerpflichtiges Entgelt für die Vermittlungsleistung des gewinnenden Vermittlers.
Ob eine Reise privat mitveranlasst ist, bestimmt sich nach denselben Kriterien wie bei Einzelunternehmern - trägt die Gesellschaft die Kosten einer privat veranlassten Reise ihres Geschäftsführers, liegt regelmäßig eine vGA vor.
Für die Aktivierung von Provisionsforderungen kommt es nicht auf die Fälligkeit an, sondern darauf, ob die vermittelte Leistung erbracht und abgenommen wurde - bei Versicherungsvertretern regelmäßig mit Zahlung der Erstprämie.
Anteilige Werbeeinnahmen, die der DFB aus zentraler Vermarktung an Nationalspieler ausschüttet, sind gewerbliche Einkünfte, wenn der Sportler mit Unternehmerinitiative und -risiko handelt - unabhängig vom Angestelltenverhältnis beim Verein.
Gewährt ein Vermittler dem Kunden des von ihm vermittelten Umsatzes einen Preisnachlass, mindert das nicht das Entgelt für seine eigene Vermittlungsleistung - Kurswechsel des BFH nach EuGH-Vorgabe.
Bei nicht beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern genügt für die Erdienbarkeit einer Versorgungszusage eine mindestens 12-jährige Betriebszugehörigkeit bis zum vorgesehenen Ruhestandseintritt.
Für die Erdienbarkeit einer Pensionszusage ist der Zeitpunkt der Zusageerteilung maßgeblich - eine spätere Verlängerung des Erdienenszeitraums heilt eine ursprünglich fehlende Erdienbarkeit nicht.
Übersteigen die Aufwendungen für die Altersversorgung eines Gesellschafter-Geschäftsführers 30 % des steuerpflichtigen Arbeitslohns, liegt regelmäßig eine überhöhte, gesellschaftlich veranlasste Versorgung vor.
Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind mit dem Aufgabenbild eines Geschäftsführers grundsätzlich nicht vereinbar und begründen regelmäßig eine vGA.
Ein Provisionsanspruch entsteht bei Versicherungsvertretern erst mit Zahlung der Prämie durch den Kunden - davor gezahlte Beträge sind Vorschüsse und noch nicht gewinnwirksam zu erfassen.
Gewährt ein Verkaufsagent eigenständig Preisnachlässe für die von ihm vermittelten Leistungen, kann er dadurch die Bemessungsgrundlage für seine eigene Vermittlungsleistung mindern.
Die Unentgeltlichkeit der sportlichen Betätigung selbst schließt die Steuerpflicht der begleitenden gewerblichen Werbetätigkeit nicht aus - Grundstein der bis heute geltenden Rechtsprechungslinie.
Reisen mit privatem und betrieblichem Anteil sind grundsätzlich im Verhältnis der jeweiligen Veranlassungsbeiträge aufzuteilen statt insgesamt zu versagen oder zuzulassen.
Die Finanzverwaltung hat die Abgrenzungsmerkmale nach § 3 Betriebsprüfungsordnung zum 1.1.2027 neu gefasst - relevant für Prüfungsdichte und -intervalle bei Unternehmen aller Rechtsformen.